Das Therapontos-Kloster, Kirillo-Beloserski-Männerkloster

Im Dorf Ferapontowo (Gebiet Wologda) befindet sich das Therapontos-Kloster, ca. 20 Kilometer vom Kirillo-Beloserski-Kloster weit. Der Moskauer Mönch Therapontos errichtete es 1398. 1490 erbaute man hier die Maria-Geburts-Katedrale, das erste Steingebäude im Therapontos-Kloster und im ganzen Raum um Belosersk. Durch die erhaltene Fresken des Dionysios, dessen Ikonen nebst den Kunstwerken von Andrey Rublöw zum Vermächtnis der russischen Kultur wurden, wurde sie berühmt. Lange Zeit befand sich im Kloster eine Zweigstelle des Schutzgebietsmuseums Kirillow, heute finden Sie dort das Museum der Dionysios-Fresken.

Das Kirillo-Beloserski-Männerkloster befindet sich an der Küstenlinie des Siver-Sees (binnen der Stadt Kirilow, Gebiet Wologda). Die Architekturclusterung, errichtet 1397, besteht aus der Maria-Himmelfahrts-Kirche (1497-1498), den Samariterräumen (Ende des 16. und Beginn des 17. Jahrhunderts), den Wehranlagen des historischen Stadtteils (16. Jahrhundert) und der Neustadt (1653-1682) wie auch einer Reihe von Gotteshäuser und Gebäuden aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Seit 1924 - ein Schutzgebietsmuseum.



Weliki Ustjug

Der russische Weihnachtsmann - der Großväterchen Frost - wohnt in Weliki Ustjug (Wologda-Gebiet), hier ist seine Heimat. Mehr als acht Jahrhunderte ist diese Stadt alt. Prächtige Holz- und Birkenrindegegenstände erstellen gekonnte Volkskünstler, dazu auch ausgefallenen Silberschmuck. 15 Kilometer von Weliki Ustjug entfernt, in Mite eines Waldes wurde vor einiger Zeit ein hölzerner Prachtbau für eine „Großväterchen-Frost-Hütte" erschafft. Recht nah befinden sich als Gasthäuser genutzte gemütliche Hütten mit Wintersportplätzen. Im Ort selbst richtete man eine städtisches Domizil für Großväterchen Frost. Im "Herrscherssaal" kann sich jeder nach seinem Wunsch mit Großväterchen Frost nicht nur ablichten lassen, sondern gleichwohl Handwerksmeister des Volkskunstgewerbes beobachten. Im Domizil gibt es eine gesonderte Großväterchen-Frost-Postdienststelle, da jedes Jahr bekommt der russische Weihnachtsmann gut 300.000 Schreiben aus allen Ecken Russlands und aus dem Ausland ebenso.



Wolodga

Den Pilz- und Beerenfreunden wie auch Anglern und Jägern ist das Gebiet um Wologda ein weithin bekanntes Ausflugsziel. Im manchen Sommer werden hier bis zu 40 Tonnen Moos- und Preiselbeeren und über 20 Tonnen Pilze gesammelt. In den lokalen Wäldern sind Elche, Wildschweine, Braunbären ebenso wie Pelztiere beheimatet. Dann noch die Eichhörnchen, Rot- und Polarfüchse sowie Haselhühner, Auerhähne und Birkhühner. Der Fischreichtum ist auch beträchtlich in dem Raum.

Wologda ist die Hauptstadt des Gebiets und ist des Weiteren so alt wie Moskau, errichtet bekanntermaßen 1147. Bewahrt geblieben ist die unter Iwan dem Schrecklichen erbaute Sophien-Kirche, das zentrale Anziehungspunkt. Die Bewohner Wologdas zeichnen sich seitdem durch Regsamkeit aus, wenn es ankommt, der öden Natur die Stirn zu bieten, um die riesenhaften Landflächen zu kultivieren. Zahlreiche Russen, die Sibirien und Alaska vorerst behaglich machten, stammten aus der Wologda-Gegend.



Das Solowezki Kloster

Auf der Solowezki-Insel im Weißen Meer befindet sich das Solowezki-Kloster - im 15. Jh. wurde es von den Mönchen Sosima und Sawwati gegründet. Das Klostergelände ist durch mächtige Steinmauern mit Toren und Türmen umgeben. Hier sind die dreigeschossige Verklärung-Christi-Kirche mit der Maria-Entschlafens-Kirche sowie die Maria-Verkündigungs-Kirche (16. Jahrhundert) und ein Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert bewahrt geblieben.



Die Kischi- und Walaaminsel

Alle Reisende, die die Highlights im Nordwesten Russlands besuchen, kommen an der Insel Kischi nicht vorbei. Diese Insel imponiert insbesondere durch die 22-kupplige fünfstöckige Christi-Verklärungs-Kirche. 1714 wurde sie aus Fichtenholzbalken und ohne Nägel, allein mit Axt und Meißel erbaut. Peter der Große soll der Legende nach die Kirche selbst gestaltet haben. Die Insel Kischi beherbergt inzwischen Holzbaukunstbauwerke aus gesamten Karelien.

Die beschaulichste Gegend im Norden des Ladogasees ist die Insel Walaam. Deren Kloster gründete man im 14. Jahrhundert. Diese ablehnende nördliche Insel haben Mönche mit ihrer Arbeit in einen florierenden Garten umgeformt. Sie entsümpften diese und schufen eine Struktur von Entwässerungskanälen. Sogar Schwarzerde aus südlicheren Provinzen brachte man über hunderte Kilometer hierher. Trotz des ungemütlichen Wetters gedeihen heute auf Walaam selbst Obstbäume. Etwa 50.000 Touristen pro Jahr suchen die Insel auf.



Karelien - das "Land der Seen"

Oftmals wird jene nördliche Gegend als Land der Seen genannt. Hier sind nämlich mit dem Ladogasee und dem Onegasee die größten Seen Europas gelegen. In Karelien gibt es weitgehend gut 60.000 Seen und 27.000 Flüsse. Sie sind besonders fischreich, nicht zuletzt sind hier auch Edelfische wie der Lachs zu finden. Pilze und Beere gibt es an ihren Ufern im Übermaß. Die stark eingeschlossenen Buchten mit den gesteinigen Schäreninseln bringen reichlich Vielfalt in die Wassergefilde Russlands und werden zu einem Rückzugsort für Fischer und Paddelbootfahrer. In Karelien liegt das größte Landschaftsreservat Europas und ist unter der Benennung "Wodloserski Nationalpark Russlands" bekannt.

Vom Fluss Suna in Karelien wird Wasserfall Kiwatsch nah Petrosawodsk angestaut. Nach dem Rheinfall geht es hier um den zweitgrößten Katarakt im Europas Flachland. Vier bis fünf Kilometer entfernt war das Donnern des 11 Meter tief herabsausenden Wassers einmal zu hören. Nun ist das Wasserrauschen wegen einer Talsperre ein wenig abgeklungen, dennoch ist der Ausblick nach wie vor beachtlich. Einst gingen auch Flöße über den Wasserfall. Um den Wasserfall umher entstand eine gleichnamige Landschaftsschutzregion, ein Dendrarium und ein Naturmuseum, wo beileibe sämtliche in Karelien anzutreffende Bäume angepflanzt sind, dazwischen ebenso die bekannte karelische Birke.



Wiborg

Wyborg ist eine der größten und attraktivsten Städten der Sankt-Petersburg-Region - nämlich 130 km von Sankt Petersburg entfernt, im Nord-Westen der karelischen Landenge, an der Küste des Finnischen Meerbusens. Größtenteils liegt die Stadt auf einer durch Fjorde eingeschlossener Halbinsel und auf den nebenan befindlichen Inseln. Die Wyborg bietet ein deutliches Relief mit einer hoch befindlichen Lage (33m über dem Meeresspiegel) auf dem Batteriehügel dar. Auf Grund seiner beschaulicher Situation und der fabelhaften Gebäudedenkmäler wirkt Wyborg wie ein Magnet. Das Wyborger Schloss ist eine Ritterburg und dieser Tage das letzte mittelalterliche Schloss im russischen Raum. Dabei der Rathausturm, der Uhrenturm, die Hyazinthenburg, das Denkmal für Peter den Großen, die prächtige Landschaftsgrünanlage „Mon Repos" mit einem Herrenhaus des 19. Jh. - all das sind viele Sehenswürdigkeiten in Wyborg, die ein Tourist dringend besuchen sollte.

Drumherum von Wyborg liegen inmitten Fichtenwäldern, hübschen Granitfelsen und Schären der Wyborger Bucht Heilstätten und Genesungsheime. Durch einen warmen Sommer und milden Winter ist ihre Klimatherapie allgemein bekannt geworden.