Belokuricha liegt etwa 250 Meter über dem Meeresspiegel im Tal des Flusses Belokuricha am Fuße des Berges Zerkowka. Der Name der Stadt bedeutet "weißer Rauch" und symbolisiert den Nebel, der aus den Quellen aufsteigt. Die geschichtliche Stadt-Entwicklung hat Mitte des 19. Jahrhunderts begonnen, als das russische Siedler das Gebiet durchquerten und außergewöhnliche Heißwasserquellen vorfanden. Obwohl die Siedlung 1803 gegründet wurde, wurde der Ort erst 1867 offiziell eingeweiht, als in der Nähe einer Quelle eine Holzhütte gebaut und das Gelände angemeldet wurde. Das Wasser ist dafür bekannt, Haut-, Augen- und Gelenkerkrankungen zu heilen.


Belokuricha - Perle Sibiriens.

Ab den 1920er Jahren begann die Siedlung ihre Umwandlung in einen vollwertigen Kurort. Büros, Speisesäle, Solarien und Hydrotherapie-Bäder wurden ebenso gebaut wie Holz-Wohnheime. Sowjetische Beamte wurden die Hauptgäste des Resorts. Der berühmte russische Schriftsteller Konstantin Paustowski lebte hier eine Weile.

Heute ist Bad Belokuricha das einzigartige Reha-Zentrum hinter dem Ural und ein Pionier auf dem Gebiet der Kurmedizin. Jüngste Erkenntnisse und neueste Behandlungsdiagnostika, welche den weltweit gültigen Normen folgen, kommen bei der Therapie zahlreicher Krankheiten zum Einsatz. Das Resort verfügt über 20 Heilanstalten, Gästehäuser und Hotelanlagen mit einer Gesamtbelegung von 6000 Plätzen, die sowohl Kuraufenthalte als auch sehr behagliche Unterbringung anbieten. Mehr und mehr Urlauber strömen nach Belokuricha, wo sie sich für die kommende Berufswoche erholen können.

Naturfreunde haben die Möglichkeit, sich vom Alltagsstress abzulenken, in der wunderschönen Bergwelt zu wandern oder die bezaubernde Umgebung aus der Vogelsicht mit der Seilbahn zu bewundern. Die Wintersportfreunde kommen in Belokuricha auf ihre Kosten, wo auch Paragliding, Fuß- und Reittouren angeboten werden.

Die Unterhaltungsindustrie in Belokuricha wird kontinuierlich ausgebaut: es gibt Kegelbahnen, Wasserparks, Schwimmhallen, Saunen und zahlreiche Gaststätten. Aufregende Events, Festspiele und Vorstellungen, die unter der Schirmherrschaft der Gemeindeverwaltung und der Kurgesellschaft organisiert werden, erwarten den Zuschauer. Es werden Erkundungen zu außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung des Altai unternommen, darunter zum Telezker See, der Höhle von Denis und anderen Zielen.



Der Wintersport ist Spaß Pur!

Wenn man im Winter durch Belokuricha wandelt, so könnte man meinen, dies sei kein Kurort, sondern ein Wintersportort. Denn heute ist Belokuricha diesbezüglich konkurrenzfähig, alljährlich finden hier russische Wintersportwettbewerbe statt. Die Winterferien bieten viele Freizeitmöglichkeiten und sind für jeden Geldbeutel leistbar.

Das Wintersportgebiet steht allen offen: wie den Wellnessgästen und den Bewohnern, als auch den vielen Wintersportlern, die aus ganz Sibirien in diese wunderschöne Ortschaft kommen. So kommen zahlreiche Skibegeisterte in farbenfrohen Skikombinationen mit hervorragender Ausstattung - ob es sich nun um junge Leute, Kleinkinder oder um Damen "im Alter" handelt. Es ist übrigens leicht zu erklären, warum das so ist: Der Skikomplex "Blagodat" erfüllt alle europäische Anforderungen. Die Abfahrten sind unterschiedlich schwer und haben eine Länge von 600-950m, außerdem ist das Skierlebnis von November bis März durch den regulären Schneefall und den Einsatz moderner Bügelliftanlagen immer gewährleistet.

Es gibt auch Verleihstellen, Ski- und Snowboardkurse werden angeboten und man kann auch mit den Reifenrodeln (englisch snowtubing) die Pisten hinunterfahren. Solche Skigebiete wie in Belokuricha lassen sich vom Ural bis zum Pazifik an einer Hand zusammenzählen. Auf den Pisten von "Blagodat" finden zudem Skirennen verschiedener Schwierigkeitsgrade statt, ob auf Landes- oder Weltniveau. Die Besucher können nicht nur das ultimative Skivergnügen erleben, sie haben auch die Möglichkeit, den legendären Ski-Profis die Hand zu schütteln!



Erlebnisreiche Ausflugsziele

Die Gegend um Belokuricha ist für Ausflüge ideal. Zuweilen sind die tollen Sehenswürdigkeiten rund um das Resort für viele Besucher so interessant wie ein Snowboardkurs.

Die Zerkowka-Bergsilhouette ähnelt in der Tat einer Rundkuppelkirche. Dieses Naturdenkmal hatte früher den Namen "Katscha" und diente den Einheimischen des Altai als Wallfahrtsstätte. Den Berg Zerkowka kann man mit einem 2km langen Sessellift erreichen, von dem aus man einen herrlichen Ausblick auf das Altai-Vorland und die Talebene hat.

Besonders beliebt ist ein Ausflug zu den den noch übrig gebliebenen Granitfelsen in skurriler Form "Vier Brüder". Selbst Bäume sind hier zu bestaunen: Etwa eine einsame, Zig Jahre alte Kiefer, welche auf einem kahlen Felsen wächst oder die 100 Jahre alte "Kiefer der Liebe", die sich neben dem Heilzentrum "Rossija" befindet. Das gesamte Kurort-Gelände ist eine natürliche und historische Sehenswürdigkeit, alles unvergleichliche Zeugnisse eines Jahrhunderts des russischen Lebenswandelns. Nicht nur die Sanatorien selbst, sondern auch die Reiseveranstalter bieten verschiedene Ausflüge und Führungen an, von einem zweistündigen Abstecher in die umliegende Landschaft bis hin zu Ausflügen in alle Himmelsrichtungen des Altai.

Die Stadtverwaltung ist stets darin bemüht, dass sich nicht nur die Besucher in Belokuricha wohl fühlen , sondern auch deren Bewohner. Im Jahre 2007 gewann der Kurort den regionalen Wettbewerb „Gemütlichste Kleinstadt" und das ganz verdient, denn nirgendwo anders wird so viel für den Bau, die Gestaltung und das ästhetische Design der Stadtstrassen getan wie in Belokuricha.

Die Gemeindeverwaltung ist stets bemüht, dass nicht nur die Gäste in Belokuricha sich wohl fühlen, sondern auch ihre Bewohner. Nirgendwo sonst in Altai wird so viel für den Ausbau, Ausgestaltung und künstlerische Umsetzung der Stadtstraßen unternommen wie in Belokuricha.



Bewährte Rehaangebote

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die heilenden Eigenschaften des Wassers entdeckt. Und die Luft im Gebirgsvorland ist schon seit langem für ihre wohltuenden Effekte bekannt, die sogar die ausgezeichnete Luftqualität im weltberühmten Schweizer Ferienort Davos überbieten.

Hiesige Urbevölkerung des Altai bezeichnete den das Tal durchquerenden Fluss als "Eberesche Brücke": Am Ufer stehen Ebereschenbäume, die mit ihren Kronen über das Wasser ragen. Heute ist den Heimatforschern bekannt, dass die russischen Kolonisten damals die Sinnhaftigkeit dieses Wortes nicht erkennen konnten. Über den heißen Quellen, von denen die Hälfte "Belokuricha" genannt wird, kann man im Winter weißen Rauch sehen. Zwar ist der heutige Ortseigenname noch immer geheimnisumwittert, aber es ist sicher, dass in Belokuricha nicht nur weißer Rauch in die Höhe steigt, sondern dass es sich in der Tat um einen bekannten Erholungsort handelt.

Der gute Ruf kommt direkt aus den Tiefen der Erde - aus heißen Quellen mit Thermalwasser, das Nitrat, Silizium und Radon enthält mit hohen Mengen an Fluor und einem breiten Spektrum verschiedenster Mikroorganismen. Das radonhältige Wasser bildet den Grundstein für das Gesundheitsprogramm im Kurort. Dank dieses Heilmittels werden in den Belokuricher Sanatorien Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, des Herz-Kreislaufssystems, des neuronalen und des endokrinen Systems, der Haut sowie Erkrankungen des Verdauungstrakts und der Atemwege behandelt. Das Thermalwasser wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem und wirkt nervenberuhigend. Die Liste der Wundereigenschaften ist lange, hinzu kommt die allgemein verjüngende Wirkung. Alle, die sich einer Behandlung mit dem Belokuricher Heilwasser unterzogen haben, wissen, was ein „echter Jungbrunnen" ist.

Die hohe Wertschätzung beruht auf den heißen Quellen. Das Nitrat-, Silizium- und Radonhaltige Thermalwasser mit hohem Fluoranteil und einem weitreichenden Mikroorganismenspektrum ist der Grundpfeiler des Gesundheitsprogramms. Mit diesem Wirkstoff behandeln die Belokuricher Kurkliniken Störungen des Bewegungsapparates, des Nerven- und Kreislaufsystems, des Hormonsystems, der Haut, des Magen-Darm-Trakts und der Atemwege. Das Mineralwasser hat eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung, kräftigt das Immunsystem und beruhigt die Nerven. Außer der generell regenerierenden Funktion ist die Wunderwirkungsliste recht umfangreich. Jeder, der mit diesem Heilwasser behandelt wurde, versteht, was ein "echter Jungbrunnen" ist.

Das Kurort-Klima ist in der Tat ein Beitrag zur gelungenen Genesung. Die Sonne strahlt hier in den Frühlings- und Sommermonaten noch öfter als etwa in Krim oder Kasachstan, ungefähr 260 Tage im Jahr. In der Luft ist der Ionengehalt doppelt so hoch wie im renommierten Schweizer Wintersportort Davos.

Das Alltagsleben von heute ist bedauerlicherweise von einem hektischen Lebensrausch bestimmt, wobei die Menschen ständig unter Zeitmangel zu leiden haben. In den Kuranstalten von Belokuricha hat man eine besondere Heilmethode ausgearbeitet, mit der man sich binnen weniger als 10 Tagen wieder erholt. Diese findeе im Regelfall in diversen Behandlungsarten statt, angefangen von Massagen bis hin zu diversen alternativen Therapieformen, von Wellness-Behandlungen bis hin zu sonstigen zeitgemäßen Eingriffen.

Es gibt in Russland mehr als 100 Badekurorte, wo man Radonbäder für Heilbehandlungen verwendet. Aber die Radonbäder von hier sind etwas ganz Besonderes. Ein Arzt beobachtete: In der Ortschaft Belokuricha liegt eine Strasse, wo es früher keine Wasserleitung gab. Die Einwohner sahen sich also gezwungen, ihren Trinkwasserverbrauch mit Brunnenwasser zu decken. Heutzutage zeichnet sich dieses Gebiet dadurch aus, dass hier die Mehrheit der ältesten Ortsbewohner zu finden ist.

Es ist wichtig zu beachten, dass viele Sanatorien, insbesondere solche, die sich auf medizinische Eingriffe konzentrieren, eine Mindestanzahl von Tagen benötigen können, um einen angemessenen Kostenvoranschlag zu geben. Vor einer Entscheidung sind die Angebote mehrerer Resorts zu prüfen und zu vergleichen.



Luftkurort Belokuricha versammelt Unternehmens- und Staatenlenker

Tagungen, Symposien, Messen und andere Ereignisse wie diese sind heutzutage an der Tagesordnung. Heute reist fast schon die Hälfte aller Reisenden aus geschäftlichen Gründen. Die Stadt versucht sich angesichts der großen Zahl von Wirtschaftstreffen auch als internationale Konferenzdestination zu vermarkten und viele Hotels und Resorts haben in den letzten Jahren neue Geschäftsmöglichkeiten geschaffen.

Der Bedarf im Umfeld der Organisation von Tagungen und Konferenzen offenbart das passende Programm und schafft damit einen eigenen Markt des Kongresstourismus. Es stellt sich also ein besonderes Geschäftsfeld der Tourismuswirtschaft dar, das in zahlreichen Ländern schon seit langem zu einer wichtigen Ertragsquelle geworden ist. Der Kongresstourismus existiert in Russland seit etwa 10-15 Jahren und breitet sich immer mehr aus.

Bereits am Ende des 20. Jahrhunderts, wo Moskau und St. Petersburg noch in der Monopolstellung des Kongresstourismus standen, fanden in Belokuricha zahlreiche internationale Geschäftsveranstaltungen statt.

Aus welchen Gründen fahren Geschäftsleute zu Fernveranstaltungen? Um neue Informationen zu erhalten, Kollegen zu treffen, mit denen sie ihre Meinung und Erfahrung austauschen können, um ihre Ziele voranzutreiben, um zu verhandeln und nicht zuletzt, um sich von der gewohnten Umgebung etwas zu entfernen und am Kulturangebot teilzunehmen. In Belokuricha kann man sich zugleich von all diesen geschäftlichen Dringlichkeiten erholen.

Warum sind Geschäftsleute auf Wirtschafts-Treffen unterwegs? Um sich zu orientieren, Kontakte zu knüpfen, Gedanken und Eindrücke auszutauschen, Zielsetzungen zu verfolgen und letztendlich von der gewohnten Umgebung wegzukommen, am kulturhistorischen Programm teilzunehmen. In Belokuricha lässt es sich von den zahlreichen geschäftlichen Dringlichkeiten entspannen.