Der Kurort am Jarowoje-See kennt man schon seit der Mitte des letzten Jahrhunderts. Der Salzwassersee befindet sich im Bezirk Slawgorod der Altai-Region, inmitten des Kulundinsker Flachlandes. Das Wassergebiet ist 54 km² groß bei einer Tiefe von höchstens 9 Meter. An der tiefsten Stelle des Altai, nur etwa 79 Meter oberhalb des Meeresspiegels, ist der See Jarovoye gelegen. Auf dem Seeufer befindet sich auch der Ort Jarowoje.


Das mineralstoffreiche, bitter und salzig schmeckende Thermenwasser und der heilkräftige Schlammsee sind in ihrer Beschaffenheit den natürlichen Heilmitteln ähnlich, die in Kurbädern auf der Krim und in Kasachstan Verwendung finden, darüber hinaus haben sie die selbe Wirkungskraft wie Präparate aus dem Toten Meer.

Bereits seit Jahren arbeitet das in Sibirien und im Fernost einzigartige Kurklinikum "Jarowoje See" - wie auch das Rehabilitationszentrum "Chimik", das bei vielen Beschäftigten sibirischer Betrieben eine sehr beliebte Anlaufstelle für vorbeugende Kuren ist. Das Spektrum der von den Sanatoriumsmedizinern unter Zuhilfenahme von aktiven Naturstoffen betreuten Beschwerden ist vielfältig: Bewegungsapparat- und Stützapparatkrankheiten, Störungen des Nerven- und Herz-Kreislaufsystems, Hautirritationen, frauenspezifische Störungen etc. Durch das heiß-trockene Umfeld wird der Heilungsprozess gefördert und gleichzeitig Krankheiten der Atemwege vorgebeugt. Viele geheilte Betroffene beschreiben eine gelungene Therapie in Jarovoye einfach als eine Art Wunder und die Zahlen sprechen für sich: 96% aller Fälle kommen gesünder aus Jarovoye nach Hause.

Die Hauptreisezeit im Resort beginnt Mitte Juni und dauert bis Ende August - in diesen zweieinhalb Monaten übertrifft die Anzahl der Feriengäste die der Städter um den Faktor zwei bis drei. Neben dem Klinikum und dem Kurhaus stehen den Besuchern sechs Hotelanlagen zur Auswahl. Zur Verfügung stehen ein Erholungs- und Unterkunftsbereich mit Wassersportmöglichkeiten, Boots- und Katamaranausflüge, ein Verleihservice und ein Café inklusive Souvenirläden.

Das klassische Freizeitprogramm auf dem Wasser, Pilates- und Aerobic-Kurse, ein Beachvolleyballfeld und Kinderpartys werden ebenfalls angeboten. Praxistauglich gestaltet sich auch das ganzjährig nutzbare Billingsystem für Chipkarten. Darüber hinaus bieten sich Ausflüge zum angrenzenden Jarowoje-See, zum Angeln in den umgebenden Süsswasser-Seen, zum Kennenlernen eines kleinen Teils Europas in Sibirien, dem Deutschen Nationalbezirk, zu Reitausflügen oder zum Besuch einer Straußenfarm an.

Befragt man einen in Moskau nach dem Altai-Gebiet, ist die Antwort vermutlich, dass der Altai in Sibirien liegt. Fragt man jedoch einen Fremden, ob er oder sie weiß, um was es sich beim Altai handelt, weiß man meist gar nichts. Fügt man dann hinzu, der Altai sei in Sibirien, antwortet der unerfahrene Gast gleich mit dem Wort "kalt". Dies ist für einen Fremdling gleichbedeutend mit Sibirien: "Weit weg, kühl und Bären rennen überall umher". Diese unverschämten Befürchtungen wurden von den Reiseveranstaltern im Altai mit Erfolg aufgehoben, auch mit Hilfe von Reiserouten nach Jarowoje. Hier kann man selbst sehen, dass Sibirien sehr warme Sommer, warme Wassertemperatur und eine Menge Sonne vorzuweisen hat!

Der See Jarowoje lädt zu einem erholsamen Gesundheitsaufenthalt ein. Ein Seebad, Wellnessanwendungen und gemütlich ausgestattete Hoteleinrichtungen werden hier zu günstigen Preisen angeboten. Das Markenzeichen des Jarowoje-Sees wird aber sicherlich Ähnlichkeiten mit den Darstellungen des Toten Meeres haben, wobei der geringe Unterschied darin besteht, dass es sich um einen ganz besonderen See im Altaigebiet handelt.