In der Tscharysch-Region gibt es kontrastreiche Landstriche. Das Gebiet wird durch vier Berge in mehrere Senken geteilt, welche von wild fließenden Flüssen durchflossen werden. Die Faszination des Kumir, Korgon und der übrigen Zuflüsse ist einzigartig. Es gibt in der Umgebung zahlreiche Sehenswürdigkeiten: die Wasserfälle Jegerskij, Kolywan, Spartak und weitere. Die Quelle des Kedrowka-Flusses liegt in einer märchenhaft schönen Umgebung: der Platz "Höhlenbrücke" wirkt noch heute vollkommen unversehrt und die Felsen "treiben" gegen die Schwerkraft des Glockenturm-Bergs.


Der mit 2490 Meter höchste, namenlose Gipfel des Altai-Gebietes, befindet sich auf dem Korgonskij-Kamm. Glasklares Wasser fließt kaskadenförmig in die Seen Belogolossowskoje, Abramowskoje, Osipowskoje und Inskoje an den Gebirgshängen. Sie alle sind durch ihre besondere Ausstrahlung gekennzeichnet. Auf mehr als der Hälfte des Areals befindet sich ein unversehrter Taigawald. Im Naturpark Tscharysch leben rare Tier- und Vogelarten. Die Flora der Berge und Flussauen enthält viele Heilkräuter, von der goldnen Wurzel bis zur Johanniskrautpflanze.

In der Umgebung sind mehr als hundert archäologische Zeugnisse verschiedenster Zeiten und Kulturen bekannt, darunter die im Sentelek-Tal liegende archäologische Kette, in der die "Zarenhöhle" eines Durchmessers von 40 Metern und die Ruinen des antiken Observatoriums als steinerne Allee gefunden wurden. Es gibt im ganzen Russland keine ähnliche Erscheinung, im Ausland ist diese Sehenswürdigkeit gar als "kleines Stonehenge" bekannt.

Das Regionalmuseum für Heimatkunde ist ein Baudenkmal aus dem 19. Jahrhundert, das einmalige Bestände und geschichtliche Zeugnisse birgt. Auch der völkerkundliche Charakter des Raums ist von großem Wert: Hochkarätige Chor- und Tanzclubs begannen hier ihre Karriere, welche bei lokalen und landesweiten Events und Festen mehrfach ausgezeichnet wurden.

Der Raum ist für jeden Besucher ein interessantes Ausflugsziel. Jedes Jahr ziehen unzählige Touristen auf den örtlichen Bergwegen umher. Vielversprechend sind die Einsatzmöglichkeiten für den aktiven Wandertourismus: Auf dem Plan stehen Fuß- und Skitouren, Floßfahrten der Schwierigkeitsstufen 2 bis 5 ebenso wie Fahrradausflüge. Der Explorationstourismus nimmt zu, ebenso wie der Gesundheits-Tourismus auf den Maral-Bauernhöfen. Jagdbegeisterte finden in der Bergtaiga ein tolles Abenteuer. Noch sind die Touristikunternehmen aus der Region Tscharysch vergleichsweise überschaubar und zahlenmäßig gering, aber das erhöht die Anziehungskraft des Gebietes: man spürt die völlige Harmonie mit der Natur in diesem Gebiet.