Die Geschichte von Krasnojarsk reicht über 380 Jahre zurück. Das ist Russlands Zentrum - die Heimat von Sportlern, Künstlern und Energiekonzernen. Sie erstreckt sich über die beiden Ufer eines der größten Flüsse des Euroasiatischen Kontinents - dem Jenissej. Eine eigene Schönheit verleihen der Krasnojarsk hohen Hügeln, welche die Stadt einschließen.

Die historische Mitte bildet das Stadtviertel "Strelka". Den Anfang machte an dieser Stelle der im August 1628 gegründeter Knast. Gegenwärtig liegt hier ein Gebäudekomplex, bestehend aus einem Festsaal, einem kultur-historischen Drehpunkt, der Musik-Hochschule und einem Schauspielhaus. Auch ein neues Wahrzeichen - der zum 375-jährigen Stadtjubiläum geschenkte "Triumphbogen". Das alte Stadtsymbol war/ist die Paraskewa-Kapelle. Von dem Berg der Wache, wo sich die Kapelle befindet, kann man die Innenstadt in Panoramasicht anschauen. Es etablierte sich in den letzten Jahren eine Gepflogenheit des tagtäglichen Kanonenschusses, der um die Mittagszeit von dem Wachtberg abgefeuert wird.

Die vielen Fontäne sind am heutigen Stadtbild nicht abgelöst zu betrachten, es gibt über 120 hier. Eine besondere Formgebung bilden die Pflanzenstatuen und für Sibirien rare Bäume, zum Beispiel die im Sommer gepflanzten Palmen. Weitläufig interessant sind auch Museen. Weithin bekannt sind das Museum der Heimatkunde, das Surikow-Kunstmuseum und das Surikow-Haus. Der Künstler Wassili Iwanowitsch Surikow behielt einen lebenslangen Stolz auf sein sibirisches Erbe. Das Elternhaus, geschenkt an die Stadt Krasnojarsk in den 1930er Jahren von seiner Tochter Olga, beherbergt heute eine Auswahl seiner Werke. Das Surikow-Archiv und das Atelier sind die für Besucher erhalten geblieben.

Die Stadt beherbergt viele kulturelle und darstellende Kunstveranstaltungen. Zum schönsten und eindrucksvollsten davon zählt der kostümierte Tag der Stadt, der im Juni gefeiert wird. Das ist ein farbenfreudiger Fasching mit bis zu 50 tausend Menschen in Straßenzügen, an dem neben einfachen Bürgern auch Beamte und Geschäftsleute mit Vergnügen teilnehmen.

Im lebenswerten Umfeld, vor den Toren der Stadt, befindet sich das staatliche Naturschutzgebiet "Stolby". Mitten in der Taiga, auf 47.000 Hektar Land, ragen bis 100 Meter hohe Klippen in bizarrer Gestalt zum Himmel auf. Dank ihren Formen und Lage haben die einzelne Felsblöcke verschiedene Bezeichnungen erhalten: "Opa", "Federn", "Das Löwentor, "Zwillinge". Von insgesamt ca. 100 Felsen hebt sich im Bergpanorama der "Takmak" heraus. Gut sichtbar, ist dieser Felsen für Krasnojarsk beispielgebend geworden. Überhaupt ist dies eine der gesuchtesten Gegende für die Stadtbewohner, über 200.000 besuchen "Stolby" jährlich.

Ein anderes Vorort-Highlight für das Wochenende befindet sich ebenfalls in der Nähe von "Stolby", und zwar ein Landschaftspark "Rojew Rutschej". Dessen Sammlung umfasst über 2.000 Tiere und mehr als 300 Arten, von denen 48 nach der aktuellen "Roten Liste" als gefährdet gelten. "Rojew Rutschej" ist für eine Erholung mit der ganzen Familie sehr zu empfehlen, hier gibt es Kinderspielflächen mit außergewöhnlichen Holzschaukeln, geschnitzten Fabelfiguren und auch harmonisch gestalteten Blumenbeeten. Auf eine Fahrt mit dem Riesenrad sollten Sie nicht verzichten, es öffnet sich der rührende Blick auf den Jenissej.