Im Zentrum des Westsajangebirges befindet sich das 3904 км² große Sajano-Schuschenski UNESCO-Reservat.


Im Süden der Krasnojarsker Region, auf dem Areal dieses Naturschutzgebietes, ist die unangetastete Natur bewahrt geblieben: gläserne Flüsse, Bergseen und durch ihre reiche Pflanzenfülle den Beobachter in Verblüffung versetzende alpine Weiden. Die massiven Wasseradern des Biosphärenreservats sind sehr verzweigt, die Hauptader ist der Jenissei. Zwischen 1963 und 1988 wurde hier, im Süden Mittelsibiriens, die Sajano-Schuschensker Talsperre gebaut. Im Flussoberlauf der Katanga befindet sich die Arschan-Mineralquelle, welche bei den Einheimischen als sakral gilt.

Die benachbarten Taiga und zentralasiatische Steppen führen in Kombination mit dem gebirgigen Relief zu üppiger Pflanzenartenvielfalt. Zwölf hiesige Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten und seltenen Pflanzen- und Tierarten. Allgemein verbreitet hier sind die Laubwälder, großflächiger aber sind die sich über die Fläche von mehr als tausend Quadratkilometer erstreckenden Zedernwälder.

Die ausgeprägten Flora und Fauna sind facettenreich, wesentlich beschützt muß dabei der Schneeirbis. Bei den Huftieren sind am häufigsten die sibirische Bergböcke und Marale vertreten. Wölfe und Bären sind ebenso stark verbreitet.

Auf den angrenzenden Landflächen entwickelt sich ein reger Ökotourismus: geführte Exkursionen, grenzüberschreitende Bootsfahrten und Pferdesport, Angeln und Wandern, stimmungsvolle Fotojagd sowie Faunabeobachtung inmitten der wilden Natur.