Das geschichtsethnographische Freilichtmuseum "Schuschenskoje" beherbergt einen wertvollen historisch gestalteten Mittelpunkt der sibirischen Landschaft aus dem ausgehenden XIX. und Anfang des XX. Jahrhunderts.

1744 wurde das Dorf Schuschenskoje als Siedlung der russischer Kosaken errichtet. Der Ursprung des Siedlungspunktes am Rande des Schusch-Flusses ist auf die günstige Position der Ortschaft zurückzuführen: Hier führte ein Pfad von der Abakanskij-Holzbrust zur Holzburg Sajanskij, wodurch auch die Bergbaustätten mit den Lugazskij-Werkanlagen in Verbindung standen. Das Wort Schusch, übersetzt aus dem Türkischen, heißt "der Knochen".


Das Museumsprojekt ist ein außergewöhnlicher Verbund vor dem Naturhintergrund. Die Gesamtfläche der Ausstellung umfasst über 10 Hektar. Die wichtigste Sammlung besteht aus etwa 100.000 Einzeleinheiten und mehr als 30 Sammlungsarten.

Im Rahmen dieses denkmalgeschützten Museums gibt es 194 Einheiten der Landwirtschaftsarchitektur. Die Lebensbedingungen der sibirischen Bevölkerung wurden in den Landhäusern im Rahmen des landwirtschaftlichen Besitztums restauriert und nachgestellt. Die Ausstellungsschwerpunkte spiegeln die Hauptarbeitsgebiete der Kleinbauern wieder und zeigen ihre verschiedenen Nebengewerke und Zusatzarbeitsbereiche. Sowohl die Häuser der reicheren Landbewohner als auch die der armen Bauern mit ihren Hofhäusern, das Verwaltungsgebäude mit Gefängnisbau, Handelsgeschäft, Wirtshaus - eben an diesen historischen Zeugnissen führt der Ausflug durch das erhaltene Heimatmuseum entlang.

Das Museum stellt einen Ort der Vertreibung aus verschiedenen Quellen im XIX Jahrhundert dar, insbesondere von den Dekabristen, polnischen Aufständischen, Sozialisten und Sozialdemokraten. Zu den letztgenannten gehörte Wladimir Uljanow (Lenin), der Begründer der bolschewistischen Bewegung und zugleich der Gründer des Sowjetstaates. So wird in den Häusern, wo er in den Jahren seiner Vertreibung lebte, eine Erinnerungsstätte intakt gehalten.

Neben den Führungen gibt es auch einige Folkloreprogramme zu sehen und zu erleben. Darunter sind: "Die sibirischen Nestabende", "Das Winterfest von Weihnachten bis zum Dreikönigsfest" und "Komm zu uns auf einen Tee". Im Rahmen der erwähnten Animationsprogramme spielen die Volkskunstgruppen auf der Bühne des Museums. Zu diesen Veranstaltungen gehören unter anderem das Marionettentheater "Das Schatzkästlein", ein Volkstheater und das Folkloreensemble "Pleten'".

Für Kinder gibt es pädagogische Veranstaltungen, ebenso wie Spielmöglichkeiten. Außerdem gibt es ein Kindermuseum, in dem man Kunsthandwerk verschiedener altbekannter Fachrichtungen sich aneignen kann.

Sehr beliebt sind zudem die volkstümliche Festivals "Breite Masleniza" und "Pfingsten in einem Dorf". Diese Folklorefeste finden seit 1992 alljährlich statt und sorgen für ein vielfältiges Freizeitangebot. Darunter sind alle Arten von Spielen, Vergnügungen, Musik, Petruschka-Aufführungen und Sturmangriffen auf eine Schneefestung. Diese Festspiele richten sich an jeden Museumsbesucher, der in die Stimmung einer altsibirischen Dorfgemeinschaft eintauchen will. Sie bieten die Möglichkeit, sich an Themen mit persönlichem Bezug zu beteiligen. Dabei geht es um die Vorführung seiner Körperlichkeit, um die Kraftmessung, das Mitwirken an verschiedenen Bräuchen, die Wahrnehmung von Schauspielerauftritten sowie das Erlernen eines alten Handwerks.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Museumstätigkeit ist es, nicht nur die alten Handwerke der damaligen Zeit zu zeigen, wohl aber, sie zurückzugewinnen. Daher gibt es auf dem Gelände des Museums eine Töpferei, eine Küferei, eine Holzwerkstatt, eine Näherei für Volkstrachten und eine Eisenschmiede. Das charakteristische Merkmal der erwähnten Workshops ist, dass sämtliche Kunstwerke vollständig nach den klassischen Techniken der Volkskunst gefertigt sind. Die Meisterhandwerker verwenden nur alte Werkzeuge.

Auf dem Museumsgelände werden sowohl dokumentarische und veranschaulichende sowie volkskundliche und kunsthistorische Exponate aus dem museumseigenen Besitz als auch Exponate anderer russischer Museen gezeigt.

Eine Gelegenheit, sich in die vergangenen Zeiten für einhundert Jahre zurückzuversetzen, in einer Bauernhütte zu wohnen, indem man nur die alten Gegenstände von dem Alltage benutzt, die traditionellen Gewerbe zu erlangen stellt der architektonisch-ethnographische Museumskomplex „Ein neues Dorf" zur Verfügung, welcher auf dem Territorium von dem Schonungsmuseum liegt. Jedes Jahr empfängt das Schonungsmuseum mehr als 200 Tausend Besucher. Das sind sowohl die russischen als auch die ausländischen Touristen. Heutzutage benutzen die Dienstleistungen von dem Schonungsmuseum ungefähr 130 private, staatliche beziehungsweise gesellschaftliche Organisationen, welche die Partner von dem Schonungsmuseum sind. Die Besucher bekommen hier etwa 40 Hauptarten von den entgeltlichen Dienstleistungen.

Der auf dem Areal des Museums befindliche bauethnographische Museumskomplex bietet die Möglichkeit, einen Rückblick auf vergangene Zeiten zu werfen. Es besteht die Möglichkeit in einem Bauernhaus zu wohnen, wo man nur die historischen Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens verwendet - nur um in den Genuss ihrer traditionellen Handelswelten zu kommen.

Jährlich kommen über 100.000 sowohl russische, als auch ausländische Gäste hierher. Gegenwärtig arbeiten hier 130 verschiedene Partnerorganisationen aus dem privaten, staatlichen und sozialen Bereich zusammen.