Eine über 700-jährige Geschichte

Von dem Hintergrund der markanten Pregelufern liegt auf sieben Hügeln die traditionsreiche, seinerzeitige Stadt Königsberg und seit 1946 Kaliningrad, mit ihren rund 432000 Einwohner. Stadtmauern, Wehrtürme und glanzvolle Bürgerhäuser mit ihren prächtigen Fassaden splegeln die über 700jährlge Stadtgeschichte wieder. Königsberg ist eine der Baltikum-Städte, die von den deutschen Ordensrittern im Verlauf ihrer Einnahmen im 13. Jh. errichtet worden ist. Die Stadt hat ihren Anfang im Jahr 1255. Bis 1945 agierte sie in der deutschen Geschichte als Hafen und als akademischer Drehpunkt.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde sie zur Ostpreußens Hauptstadt. Von Deutschland trennte Ostpreußen das Gebiet, das entsprechend des Versailles Friedensvertrages an Polen übertragen worden ist. Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde Ostpreußen unter Sowjetunion und Polen geteilt. Ab 1946 war Königsberg nun Kaliningrad.

Das ganze Areal war bis 1990 als ein Marinegebiet für Ausländer geschlossen, da ein Militärbezirk. Seit 1990 frischte Kaliningrad Verbindungen zu aller Welt auf und die Reisebranche fing groß an. Obzwar von ihm territorial abgeschnitten, gehört die Kaliningrader Umgebung zu Russland. Es ist von Polen, der Ostsee und Litauen eingeschloßen.

Die Stadtbesucher können für sich ihre 700-jährige Geschichte wieder öffnen. Peter der Große, der russische Zar, war unter den prominentesten Gästen Königsbergs. Von 1758 bis 1762 wurde die Stadt sogar in das russische Imperium inkludiert.

Mitten unter der beschaulicher Kulisse - malerischer Gassen und lauschigen PIätze - herrscht lebhaftes Treiben. Große und kleine Geschäfte locken zum Einkaufen; Feste und Märkte begeistern mil lebhafter Stadtkultur. Straßencafes und Gaststätten verwöhnen Gaumen und Sinne. Außerdem gibt es Führungen, Kunstevents und Vorträge zur ostpreußischen Historie und zurück ins Mittelalter führende Architekturseminare.



Der Dom

Der Dom liegt auf der Insel Kneiphof, im Stadtzentrum. Es ist ein sieben Jahrhunderte deutscher Geschichte widerspiegelte Stadtsymbol. Im August 1944 zertrümmert, blieb der Dom nahezu 50 Jahre lang eine Ruine - nur die Mauern blieben am Ende des 2. Weltkrieges stehen. Um den Dom zu rekonstruieren, begann seit 1991 die Kooperation mit den deutschen Einrichtungen. Ein allumfassender Wiederaufbau wurde bereits umgesetzt - der Turm, das Dach und die Innenausstattung sind Mitte 2000er aufgebaut.

Im Turm hat das Domgeschichtsmuseum sein Platz gefunden. Die Gäste können dort die Domgeschichte - vom Anfang des 13. Jh. und der Vorkriegesstadt wahrnehmen, auch wie er nach der vollen Restauration erscheinen wird. Das Museum zeigt Ausstellungsstücke, die im beschädigten Dom gefunden worden sind. Auch Vorkriegs-Ausstellungsgegenstände der werden gezeigt. Eine neue Orgel erhielt der Dom 2007. Orgel- und Symphonie-Konzerte im Dom sind absolut zu empfehlen.



Immanuel Kant

Einer der bekanntesten Stadtbürger war Immanuel Kant (1724 - 1804), sein Grabmal befindet sich an den Dommauern. Der Dom hat zwei Museumsräume, die dem Leben und Schaffen des Philosophen gewidmet sind.

53 Jahre nach seinem Tod, 1857, wurde das erste Denkmal von Ihm errichtet. Nach der fürchterlichen Fliegerangriff bekam Gräfin Marion Dönhoff ein Befugnis, das Denkmal in ihrem Anwesen in Verwahrung zu nehmen, allerdings ist dieses nach dem Krieg verschollen. 1991 beschloss man das Denkmal zu rekonstruieren. Dann am 27. Juni 1992 wurde das Denkmal Immanuel Kants, als ein aus Deutschland finanziertes Projekt, festlich der Öffentlichkeit übergegeben.



Der Bernstein

Die Kaliningrader Region ist durch dem Bernstein bekannt. Bis zu 90% der Bernstein-Weltvorkommen lagern hier, Reisende können in unzähligen Lokalen vielfältige Schmucksachen aus Bernstein entdecken. In der „Dohna"-Festung befindet sich ab 1977 das bekannteste Bernsteinmuseum. Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese wiederhergestellt und beinhaltet eine einmalige Ausstellung, die nicht nur Bernstein-Museumsstücke, sondern auch die Entstehungsgeschichte und die Förderung zeigt. Zu der inneren Bastionslinie Königsbergs gehörte übrigens auch der Dohna-Turm. Er wurde Mitte des 19. Jh. erbaut.

Ein Bernstein-Rätsel des 2. Weltkrieges ist bis jetzt ungelöst. Im Verlauf der Leningrader Einkesselung bauten deutsche das berühmte Bernsteinzimmer im Katharinenpalast ab und nahmen das Geschenk an den Zaren Peter den I. nach Königsberg weg. Vor der königsberger Niederlage wurde das Bernsteinzimmer noch einmal verpackt und vermutlich nach Berlin transportiert. Seitdem gilt das Zimmer für unauffindbar, alle Spuren sind weg. Obwohl es möglich ist, dass das Bernsteinzimmer entdeckt wird, kann das bis 2003 wiederherstellte Bernsteinzimmer inzwischen im Katharinenpalast besucht werden.

Kaliningrad war ein 40 Jahre lang von der Welt abgeschnittes Geheimnis, das nur einige für sich eröffneten. Jetzt kann sich jeder die Metropole Königsberg-Kaliningrad vertraut machen!



Universität

1544 gründete man die Universität „Albertina". Solche Persönlichkeiten wie I. Kant, E.T.A. Hoffmann, Friedrich Bessel, Karl Jacoby, Simon Dach u.a. haben diese Uni Ende des 18. Jh. namhaft gemacht, denn sie absolvierten diese und unterrichteten hier. Im Gebäude der neuen „Albertina" befindet sich heutzutage die 1947 eröffnete Kaliningrader Universität. Sie erhielt 2008 den Namen von I. Kant und nennt sich nun "Russische Staatliche Kant-Universität".



Das Königstor

Das weithin bekannte Tor aus deutscher Zeit wurde 2005 zum 750-jährigen Stadtjubiläum wiederhergestellt. Gleich wurde es ein Feierhauptsymbol und ein Lieblingstummelplatz vieler Stadtbewohner und Stadtgäste. In drei festlichen behaglichen Sälen ist das Museum „Große Botschaft" einquartiert.



Der Tiergarten

Eine unvergleichliche Einrichtung, die gleichwohl während deutscher und sowjetischer Zeit berühmt wurde. Der Königsberger Zoo suchte Erfolg mit seinen Mitstreitern in Moskau und Berlin. Am Ende des Kriges blieben 1945 im Tiergarten nur 4 Tiere - ein Hirsch, Flusspferd (mit 42 Wunden), Dachs und Raben. Zu Vergleich - bei der Jahrhundertfeier zählte der Zoo bereits 409 allerhand Tiere.



Kämpfende Wisente

Dieses Künstlerisches Werk überreichte der Stadt 1912 preußische Kulturminister. Die Wisente seien ein Symbol des Kampfes des Guten gegen das Böse - deshalb, so die Überlieferung, sind diese dem Gebäude des Amts- und Landgerichtes installiert.



Luisenkirche

1901 wurde diese Kirche im neoromantischer Formgebung erbaut und erhielt ihren Namen von der Königin Luise, der berühmtesten Königin Preußens. Derzeit befindet sich im einstmaligen Gotteshaus ein Puppentheater.



Schillerdenkmal

Es ist ein Wunder, dass am 10. November 1910 eingeweihte, eines der namhaftesten Denkmäler Königsbergs, den blutigen Aprilkampf 1945 standgehalten hat.

Von Prof. Stanislaus Cauer kreiert und zunächst vor dem einstigen Stadttheater am Rand des Königsgartens, dem späteren Paradeplatz installiert, versetzte man das Denkmal 1934 an seinen aktuellen Aufstellungsort - vor dem neuen (Drama-)Schauspielhaus.

Große Anregung fand Schiller mit seinen Ausarbeitungen im damals vorurteilslosen, innovativen Königsberg. Schon 1785 kamen seine "Räuber" zur Vorstellung. 1811 bis 1834 war dieser Autor hier öfter gespielt als Goethe, Kleist oder Lessing.



Christ-Erlöser-Kathedrale

Die Christ-Erlöser-Kathedrale erbaute man nach einem Plan des erfahrenen russischen Architekten Oleg Kopylow. Das perlweiße Gotteshaus, ein gewaltiger von fünf goldenen Kuppeln gekrönter Marmorprachtbau befindet sich in der Stadtmitte am Siegesplatz - eine einmalige Location. 1996 wurden die Bauarbeiten angebrochen, dabei wurden etwa 2000 Betonpfählen ins Fundament angebracht. Der Hauptraum nimmt bis zu 3000 Menschen auf, von der Pforte erfasst das Auge einen hundertstufige Aufstieg hinab über den Siegesplatz.



Rossgärter Tor

Es wurde Mitte des 19. Jh. errichtet und bildete einen Teil vom Festungsgürtel Königsbergs. Am Tor rechts und links sind in steinernen Kapseln die großen Heerhäupter Deutschlands eingearbeitet. Aus dieser Periode sind sieben Stadtpforten gewahrt geblieben: Friedländer und Brandenburger Tor, Friedrichsburgtor, Ausfalltor, Rossgärter, Sackheimer Tor und Königstor.



Juditter Kirche

1288 erbaut, ist die Juditter Kirche im Samland eine der ältesten - bereits sieben Jahrhunderte lang steht sie. Ein anonymer Bildner errichtete hier ein bildschönes Kunstwerk, die „Muttergottes auf dem Halbmond". Seit dem 2. Weltkrieg ist dieses unauffindbar. Ein Friedhof befand sich um die Kirche herum, wo reichlich Königsberger beisetzet waren. Russisch-Orthodoxe Kirche erhielt das Gebäude im Jahr 1982, 1984 wurde sie festlich eingeweiht.



Kreuzkirche

Nach der Vorlage des Architekten Kickton wurde 1933, als letze in Königsberg, die Kreuzkirche gebaut. Sie hat zwei für derartige Bauwerke eigenartige Türme. Ihren Namen bekam sie von einer beträchtlichen Mosaik mit der Kreuz-Abbildung. Nach dem Krieg hatte sie erstmal als Garage eine Funktion, dann als Fertigungsanlage für Fischfanggeräte. 1989 übergab man das Gebäude der russisch-orthodoxen Kirche.



Schlossteich

Als Folge vom Aufstauen des Katzbaches entstand der erstmalig 1256 aktenmäßig gennante Schlossteich. 1200 Meter beträgt seine Länge. Seit dem 18. Jh. war er ein geschätzter Rückzugsort für Königsberger, ab 1810 ein Stadteigentum. Dieser Tage nennt sich der Schlossteich "Unterer Teich" (Nishnij Prud).



„Zur heiligen Familie" - Kirche

Anfangs wurde die 1903 aufgebaute eine Hauptkatholische Stadtkirche. Im Verlauf der Königsberger Erstürmung und eine Weile später diente an dieser Stelle ein Verwundetenspital: deutsche und russische Soldaten lagen seite an Seite. Im Jahr 1978 fingen Bauarbeiten für die die zwei Jahre danach eröffnete Festhalle. Zeitnah wurde auch eine Orgel installiert. Zahlreiche überragende Organisten Europas haben auf dieser Stelle gespielt.



Die Börse

Die im Renaissance-Stil erbaute Börse entstand 1875 am Pregels Nordufer. Dieses blaue Bauwerk im Stadtzentrum ist eines von wenigen, das nicht vernichtet wurde. Die Hauptstiege prahlte durch zwei Löwen mit Wappenschildern. In der sowjet-Ära war es das örtliche Klubhaus, heutzutage sind in der Parterre ein Kasino und Restaurant untergebracht.



Die Kunstgalerie

Anzuschauen kann man hier Werke zeitgenössischer Kunstschöpfer und Bildner wie auch die Ausstellungen der angewandten Kunst.



Kunst- und Geschichtsmuseum

Es ist in der ehemaligen Kunsthalle untergebracht. Seine üppige Exponatensammlung erzählt über die Regionsgeschichte, ab Antik bis heute. Auch an diesem Ort werden Arbeiten Kaliningrader Künstler gezeigt.



Das Weltozeanmuseum

Kaliningrad ist ein großer Seehafen und folglich ist es logisch dass ein großes Meermuseum, das Ozeanmuseum, hier platzgefunden hat. Hier befindet sich eine umfängliche Exponatensammlung der Ozeanflora und Fauna. Das Hauptausstellungsstück des Museums ist das weltberühmte Wissenschaftsschiff "Witjas". Sonstige Sammlungshöhepunkte, die allzeit auf Besucherinteresse stoßen, sind ein U-Boot und das Weltraumforschungsschiff „Kosmonaut Pazajew".



Laschbunker

Der letzte Bastionskommandopunkt befand sich hier im April 1945. Auch der Kapitulationsakt wurde hier vom General Otto Lasch, am 9. April 1945 signiert.



Jagdwege

Kaliningrader Gebiet ist ein erstklassiges Naturbereich mit unzähligen Jagdbezirken. Da bekommt man eine Einzel- und Treibjagd auf mancherlei Tiere an: Rehe und Wildschweine, Hirsche, Füchse und Biber. Obendrein zur der Jagd bieten örtliche Gasthäuser Herberge in einem gemütlichen Gasthof mit Vollpension und Sauna an. Plus eine Erlaubnis für die Schusswaffe-Einfuhr oder Gewehrausleihe, Beschaffung der erforderlichen Genehmigungen und sonstiges Service.