Das Zentralrussland hat unzählige historische, kulturelle und Naturhighlights. Die altertümliche Städte sind inzwischen eine bildhafte Illustration russischer Geschichte. Das idyllische Moskauer Umfeld lockt etliche Reisende dank der Gotteshäuser und Klöster an. Da findet man tausende Touristenattraktionen. Außergewöhnlich reizvoll sind herrliche Klöster, beispielsweise Iosif-Wolokolamskij Kloster oder das Neu-Jerusalem. Auch feudale Herrenhäuser wie Abramzewo, Jasnaja Poliana oder Archangelskoje, die ehemals Oberschichtfamilien gehörten.


Kubinka. Das Panzermuseum

60 km westlich von Moskau können Sie das Panzermuseum in Kubinka besuchen – das größte der der Welt. Das einzigartige Kriegsmuseum, weithin bekannt als "Kubinka", wurde 1972 eröffnet. Das Museum besitzt eine unvergleichliche und weltweit größte Sammlung von vielen Panzermodellen und ähnlichen Fahrzeugen vom Anfang des XX. Jahrhunderts bis zur Neuzeit. Die Zusammenstellung der Panzer begann anno 1931 und wächst stetig. Heutzutage besteht gibt es mehr als 300 Ausstellungsstücke. Für lange Zeit war das Museum für Menschen wie du und ich "dicht". Nun haben sich die Zeiten verändert.

Es gibt sieben Pavillons - eine deutsche, vier mit Sowjetischen Panzern und eine mit Alliiertenpanzern. Für den Rest der Welt eine andere Halle noch.



Kolomna

Erstmals 1177 als historischer Zeitgenosse Moskaus aktenkundig genannt. Seit dem 13. Jahrhundert - Moskauer befestigter Außenposten. Zahlreiche Baumonumente - alte Gotteshäuser, Kreml und Händlerhäuser, alles entsprechend dem Zeitgeist.



Kulikovo Pole (Schnepfenfeld)

Eine geschichtsträchtige Fläche 250 km südlich von Moskau. 1380 fand hier eine gewaltige Schlacht zwischen den Russen und dem Mongolenheer unter Khan Mamai (Goldene Horde) statt. Der Sieg über den Khan kennzeichnete das Ende der Mongolenmacht und war wichtig für den Zusammenschluss der Russen unter dem Moskauer Fürstentum. Heutzutage wirden hier jährliche Festspiele organisiert.



Tula

Dieser Ort befindet sich etwa 200 km südlich von Moskau und ist angesichts des Waffenbau und Samowars allgemein bekannt. Der Samowar gehört als ein unverzichtbarer Gebrauchsgut zum russischen Teebrauchtum und ist ein Zeichen der Gastlichkeit und Behaglichkeit.

Das Waffenmuseum wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts begründet.

Ausserdem gibt es ein Gebäck-Museum, das wo russische Honigkuchen zu sehen sind.



Serpuchow

Diese behagliche Stadt am idyllischen Ufer der Ob liegt rund 100 km südlich von Moskau. Ihren Liebreiz bringen der weiße Kreml, alte Abteien und Kirchen hervor.

Empfehlenswert ist auch die kunstgeschichtliche Halle, wo alte Bücher, Ikonen, Plastiken und Handwerkskunst zu sehen sind.



Borodino

Das namhafte geschichtliche Dorf Borodino liegt 120km westlich von Moskau. Hier war 1812 Napoleons Armee geschlagen.

Heute ist hier ein Freilichtmuseum. Anfang September veranstalten hier historische Gesellschaften wichtigste Schlachtszenen.



Abramzewo

Das Anwesen und Künstlerdorf Abramzewo, 80 km von Moskau weit, war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein kultureller Mittelpunkt. Kunstliebhaber Mamontov, der Besitzer, hatte wieder und wieder namhafte Zeichner, Dichter, Musiker und Darsteller zu Besuch.

Das Gutshof ist in eine hübsche Grünanlage integriert. In den bestehenden Bauwerken sind Bilder von berühmten russischen Malern z.B. Wasnezow und Wrubel bewahrt.



Neu-Jerusalem

Das Kloster Neu-Jerusalem hat im 17. Jahrhundert Nikon, der russisch-orthodoxe Patriarch begründet. Seine Idee war das Erscheinungsbild des Heiligen Landes nahe Moskau zu bringen, wenngleich er einen gezielten Nachbau der Grabeskirche und des Gethsemanigarten im Jerusalem vollbringen wollte. Die Auferstehungskathedrale binnen des Klosters begeistert nicht nur mit ihrer Dimension, sondern nicht zuletzt mit ihrer Interieur.

Vergangenheit, Baustil und Kultur des Klosters werden im eigenem Museum systematisiert.



Archangelskoje

Der weiträumige Park, die Erzengel Michail Kirche und das Theater mit nach wie vor bestehenden Verzierungen vom italienischen Maler Gonzaga sind der ganze Stolz von Archangelskoje. Vom Schloss aus öffnet sich eine faszinierende Aussicht.

Auf dem Gutsareal werden Vorstellungen, Musikaufführungen und Jazz-Festspiele angeboten.



Jasnaja Poljana

Unweit der russischen Pfefferkuchen-Stadt Tula, 200 km südlich von Moskau, befindet sich Jasnaja Poljana.

Hier wurde der Dichter Leo Tolstoi geboren, auf seinem Anwesen verbrachte er Jahrzehnte, bestattet ebenfalls hier. Seine bekannteste Romane "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina" haben ihren Ursprung in Jasnaja Poljana. Der zwischenmenschlich arrangierte Literat verbreitete er einen erzieherischen Heft und eröffnete für die Bauernkinder eine Schule, in der er ihnen das Lesen und Schreiben lehrte.

Das Herrenhaus ist ein Museum und eine Pilgerstätte für Tolstoi-Anhänger aus der ganzen Welt. Auf dem Landsitz werden reguläre Literatur-Kurse und Tagungen arrangiert. Es gibt eine Express-Bahn aus Moskau, die an der nahliegenden Station hält. Die Zugstation ist in der ursprünglichen Gestalt wiedererbaut, auch hier findet man ein Museum.